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Gemeinsamer Einsatz gegen den Hundekot

Hundekot auf dem Westfriedhof in der Oberen Neustadt ist ein Dauerärgernis nicht nur für Trauernde. Einige Hundebesitzerinnen aus der Nachbarschaft haben jetzt das Gelände von Kothaufen befreit - und waren selbst fassungslos über die Menge des stinkenden Fundgutes.

Hundekot: Auf dem Westfriedhof ist er ein Dauerärgernis nicht nur für Trauernde. Einige Anwohnerinnen, die mit hier mit ihren Hunden regelmäßig ihre Runden drehen, sind darum vor wenigen Tagen mit Schaufeln und Mülltüten zum Einsatz gegen die stinkenden Hinterlassenschaften angetreten und haben das Gelände von Kothaufen befreit.

„Das sind mindestens fünf Kilo“, kommentierte eine Akteurin nach getaner Arbeit fassungslos ihr Fundgut. Eine andere hatte bei 20 aufgehört zu zählen, wie viele Haufen sie in ihre Tüte geschaufelt hat. „Das ist wirklich eine Schweinerei“, so das gemeinsame Fazit.

Das Thema Hundekot sei nicht nur auf dem Westfriedhof präsent, erklärt der Geschäftsführer des Evangelisch-Lutherischen Nordfriesischen Friedhofswerks (NFW) Roger Bodin: „Trotz der bei Bedarf kostenlos angebotenen Kotbeutel wird Hundekot leider häufig nicht beseitigt und teilweise sogar auf Grabstätten hinterlassen.“

Dabei seien die Friedhöfe im Stadtgebiet nicht nur Orte des Gedenkens und der Ruhe, sondern zugleich grüne Oasen, die von vielen Menschen „für Spaziergänge und zum Verweilen genutzt werden – darunter auch zahlreiche Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer“. Sauberkeit und Rücksichtnahme seien Ausdruck des Respekts gegenüber den Grabstätten sowie den trauernden Angehörigen und leisteten zudem einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Natur und Umwelt.

Auf dem Westfriedhof tritt das Problem insbesondere in den Wintermonaten zutage, in denen das Gelände nicht regelmäßig bewirtschaftet wird. Dann scheinen sich manche Hundehalter unbeobachtet zu fühlen, so der Eindruck der Kotsammlerinnen. In diesem Jahr zeigte sich das ganze Ausmaß besonders nach der Schneeschmelze Ende Februar: Kothaufen auf den Grünflächen, an den Wegen, ja sogar vor und auf den Gräbern.

Der Geschäftsführer des Friedhofswerks sprach der Initiative in der Oberen Neustadt großes Lob aus und dankte herzlich für das Engagement: „Wir wünschen uns, dass dieses Verantwortungsbewusstsein von allen Hundebesitzerinnen und Hundebesitzern dauerhaft gelebt wird.“

Text und Fotos: Heike Wells

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