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Es ist angerichtet!

Hier lassen es sich Klientinnen und Klienten ebenso schmecken wie die Beschäftigten: In der Tagesstätte der Husumer Insel in der Oberen Neustadt gibt es Frühstück, Mittagessen, Kaffee und Kuchen; ein Besuch bei Hacksteak, Wurzelgemüse und Salzkartoffeln.

Heute gibt es Hacksteak, Wurzelgemüse und Salzkartoffeln, dazu einen frischen Salat und – natürlich – was Süßes für hinterher: Mittagszeit in der Tagesstätte der DIAKO Husumer Insel in der Neustadt 106. Klientinnen und Klienten lassen es sich hier ebenso schmecken wie einige der Beschäftigten.

Rosie Nickel hat mit Hilfe von Wolfgang Pargmann den Nachtisch bereits auf den Tischen verteilt und die frischen Salate in kleinen Schüsseln vorbereitet. Jetzt ist angerichtet, und sie schwingt im Durchgang zur Küche den Kochlöffel, teilt aus, fragt hier („Noch mehr Kartoffeln?“), gibt dort noch einen Schlag Gemüse auf den Teller.

Ab halb zwölf sind die ersten Hungrigen eingetroffen. Gegessen wird in zwei Schichten, zwischen 20 und 30 Angemeldete kommen an Wochentagen mittags hierher. Das Angebot ist vielfältig: Dreimal die Woche gibt es Vegetarisches, einmal Fleisch und einmal Fisch. Auch Wünsche werden schon mal umgesetzt, „wenn es machbar ist“, sagt Köchin Rosie Nickel.

Neben dem Mittagessen gibt es wochentags auch Frühstück sowie Kaffee und Kuchen. Montags und donnerstags werden jeweils zwei Blechkuchen gebacken, der Mittwoch ist Tortentag; versorgt wird auch das Café 21 in der Unteren Neustadt. Ab und an werden außerdem Veranstaltungen oder Vereine mit warmem Essen oder belegten Broten beliefert.

Ein ganz schönes Pensum für die Küchenleitung, deren Kollegin Rosie Nickel sowie Wolfgang Pargmann, „unseren beständigsten Klienten“, wie Nickel es formuliert. Manchmal kommen noch Praktikantinnen oder Praktikanten aus der Husumer Insel dazu.

Die verwendeten Waren kommen immer frisch ins Haus, möglichst aus der Region und passend zur Jahreszeit. Außerdem achtet die Einrichtung beim Einkauf auf Nachhaltigkeit berichtet Nickel: „Das betrifft alles, vom Fairtrade-Kaffee bis zum Reinigungsmittel.“

„Na, wie geht’s?“ Unter den Essensgästen kennt man sich, begrüßt sich mit Namen, fragt nach, was aus diesem oder jenem Problem geworden ist. Manche haben ihren festen Sitzplatz, andere platzieren sich und ihren Teller, wo es gerade passt. Die einen sind gesprächig, andere wollen ihre Ruhe und sind lieber für sich allein. Die Tagesstätte ist für viele eine feste Anlaufstelle in ihrem Alltag, eine Adresse, an der man sie willkommen heißt und nimmt, wie sie sind.

„Unterstützung für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen – so beschreibt die Husumer Insel, eine Einrichtung der DIAKO Nordfriesland (siehe Kasten) in kurzen Worten ihren Auftrag. Psychosoziale Nachsorge (etwa nach einem Klinikaufenthalt) sowie Eingliederungshilfe sind dafür die zentralen Stichworte.

Neben der Tagesstätte gehören eine Werkstatt sowie Wohnmöglichkeiten zur Husumer Insel. Die werden, je nach Notwendigkeit und Bedarf, von einigen Klientinnen und Klienten genutzt, andere wohnen selbstständig. Das Café 21 und die bunte Oase in der Unteren Neustadt sind ebenfalls Teil des Netzwerkes. Einrichtungsleiter Sascha Schulz bringt das Aufgabenspektrum so auf den Punkt: „Unser Ziel ist es, unsere Klienten und Klientinnen auf ihrem Weg zu einem gelingenden Alltag zu unterstützen.“

Text und Fotos: Heike Wells

Die DIAKO Nordfriesland

Die Husumer Insel ist eine Einrichtung der DIAKO Nordfriesland mit zahlreichen Angeboten „rund um die seelische Gesundheit“, wie es auf der Website heißt (www.diako-nf.de). Darunter sind auch mehrere Kliniken wie etwa die Fachklinik für Rehabilitation in Breklum. Eine Einrichtung unter Beteiligung der Husumer Insel in der Oberen Neustadt ist darüber hinaus das ECKHUS mit seinen offenen Angeboten für alle Interessierten.

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